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Übermäßiges Schwitzen ist eine Krankheit, die tägliche Aktivität und Lebensqualität nachteilig beeinflusst, und welche 2 bis 3 % der gesamten Population betrifft. Sie tritt bei Männern öfter als bei Frauen auf. Über pathologisches Schwitzen sprechen wir, wenn die Schweißproduktion 50mq/5 Min überschreitet, d.h. wenn der Schweiß in Rinnsalen von den Achselhöhlen fließt, von den Händen tropft und die übermäßige Schweißbildung an den Füßen das Durchweichen der Schuhe verursacht.
Die erste Etappe der Behandlung ist die Durchführung eines Minor-Schweißtests, der den Grad des Fortschrittes des übermäßigen Schwitzens und das zu behandelnde Areal feststellt. Der Test ist nichtinvasiv, schnell uns sicher. Je dunkler das Areal ist, desto größer ist das übermäßige Schwitzen. Die Behandlung der übermäßigen Schweißproduktion beruht auf der Injektion entsprechender Dosis der Botulinumtoxin (die Dosis kommt auf den Grad des Fortschrittes und auf die mit der übermäßigen Schweißproduktion betroffene Körperregion an) in:

  • Achselhöhle;
  • Füße;
  • Handflächen;
  • Stirn;
  • behaarte Haut;
  • Oberlippe;

Man unterscheidet ein örtliches übermäßiges Schwitzen, das Fußsohlen, Handflächen und ca. 30 bis 40% der Fälle in Achselnhöhlen betrifft sowie ein generalisiertes übermäßiges Schwitzen, das den ganzen Körper betrifft (es tritt bedeutend seltener auf).
Erste Symptome sind gewöhnlich schon in der Kindheit oder in der Pubertät zu bemerken, die größte Konzentration fällt jedoch auf das Alter von 20 bis 30 Jahren. Es gibt einige Faktoren, die übermäßige Schweißproduktion verstärken können, z.B. Sportübungen, Wärme und Kälte, Stress, Angst oder starke Emotionen, Alkohol, Kaffee oder Tee, Rauchen, heißes oder pikantes Essen.
Man muss jedoch betonen, dass es nicht der Wahrheit entspricht, dass übermäßiges Schwitzen mit einem üblen Körpergeruch verbunden ist. Der Geruch, der von manchen mit einem übermäßigen Schwitzen verbunden wird, ist in der Wirklichkeit die Folge der Wirkung von Bakterien, die die Körperstellen kolonisieren, an denen sich der Schweiß lange hält.
Übermäßiges Schwitzen ist auch ein großes psychologisches Problem. Die Patienten fühlen sich emotional ständig unwohl, leiden unter einem Mangel an Selbstsicherheit und empfinden Scham. Sogar einfache Aktivitäten wie, anderen die Hand zu schütteln, Sport zu treiben, an Treffen im Familien– und Freundeskreis teilzunehmen, sind für sie mit großer psychischen Belastung verbunden. Die Körperpflege, ständiges Wechseln der Kleidung und der Schuhe, teilweise mehr als zehn Mal am Tag , nehmen den meisten Teil des Tages in Anspruch.
Die oben aufgeführten Faktoren rufen bei den Patienten Störungen der zwischenmenschlichen Verhältnisse und Einschränkung der Zufriedenheit mit Berufsarbeit hervor, manchmal sind sie auch der Grund des Berufswechsels. Das Leben im Dauerstress und in ständiger Anspannung, Verzicht auf Pläne und Vorhaben, minimale Berufsaktivität, minimale gesellschaftliche und private Aktivität verursachen ein steigendes Entfremdungsgefühl, was folglich zu Depressionen führt.

Übermäßiges Schwitzen als Erkrankung betrifft eine ziemlich große Gruppe von Menschen, also das Schreiben darüber, sowohl in der medizinischen als auch in der täglichen Presse, soll das Schamgefühl bei vielen Personen verringern und es soll auch über wirksame Behandlungsmethoden wie Botulinumtherapie informieren.

Eine Wende in der Behandlung des übermäßigen Schwitzens ist die Einführung von Botulinumtoxin A in der Medizin. Die durchgeführten klinischen Forschungen bestätigen die Wirksamkeit der Methode und die Behandlung selbst ist nichtinvasiv und ziemlich einfach durchzuführen. Von einem erfahrenen Arzt durchgeführt ist sie mit geringem Risiko an Nebenwirkungen belastet. Dennoch muss der Patient davon in Kenntnis gesetzt werden, dass bei der Behandlung des übermäßigen Schwitzens an den Händen zu zeitweisen Einschränkung von manuellen Tätigkeiten (z.B. beim Zuknöpfen) kommen kann. Die Therapie ändert rapid die Lebensqualität der Patienten, indem ihre Selbstsicherheit, psychisches Wohlfühlen und Rückkehr zu voller Berufs- und Privataktivität wiederhergestellt wird, was mehrjährige Erfahrung mit Anwendung von Botulinumtoxin bestätigt.
Dr. Ewa Kaniowska hat in unserer Klinik Forschungen im Vorfeld über die Anwendung von Botox in der Behandlung des übermäßigen Schwitzens der Stirn und der behaarten Kopfhaut durchgeführt. Die Therapie gibt sehr gute Ergebnisse und unsere Patienten, deren Berufe mit öffentlichen Auftritten oder Kontakten mit anderen Leuten verbunden sind, empfinden eine enorme Besserung, die oft auf ihr Berufsleben Einfluss hat.
Die Ergebnisse dieser Forschungen wurden voriges Jahr auf einem Weltkongress für Ästhetische Dermatologie in Paris, auf dem AAD-Kongress (Februar 2004, New Orleans) in den Vereinigten Staaten von Amerika und auf einem Kongress für Dermatologie in Bydgoszcz präsentiert. Das Thema wurde erneut im Oktober 2005 auf dem Kongress in Paris dargelegt.


 
 
 
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